Landesjagdverband
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Kreisgruppe Bitburg-PrŁm

im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

Anerkannter Naturschutzverband


Wildwarnreflektoren


Wie ja bereits  im Vorfeld   mehrfach berichtet, haben wir nunmehr im Eifelkreis mit der Anbringung der Wildwarnreflektoren begonnen.

Der Startschuss fiel hierzu anlässlich einer Pressekonferenz in der Kreisverwaltung Bitburg,  an der neben den Vertretern der regionalen Presse   auch 

Landrat Dr. Joachim Streit, Harald Enders, Leiter der LBM Gerolstein, unser Präsident des LJV  Kurt Alexander Michael   sowie die Kreisgruppenvorsitzende Inge Kockelmann teilnahmen.

Insbesondere in der dunklen Jahreszeit - aber auch übers ganze Jahr verteilt - kommt es an gefährdeten Straßenabschnitten immer wieder zu vermehrten Wildunfällen, die neben dem Tod des Wildes i. d. R. mit z. T. hohen Sach- und manchmal leider auch Personenschäden einhergehen. Wildwarnreflektoren sind ein mittlerweile anerkannt probates Mittel um Wildunfälle zu vermeiden bzw. zu reduzieren. An vielen Stellen im Lande begegnet man bereits heute den an den Leitpfosten angebrachten meist blau leuchtenden Wildwarnreflektoren. 

Die blaue Farbe ist für Wild ungewohnt, da sie in der Natur kaum vorkommt und verursacht ein Verhoffen des Wildes. Dies reicht normalerweise aus, damit ein Fahrzeug ohne Kollision vorbei fahren kann. Laut Hersteller ergab die Auswertung von Erfahrungsberichten aus Revieren, in denen Reflektoren bereits über ein Jahr angebracht waren, einen Rückgang nächtlicher Unfälle von bis zu 73%. Uns ist durchaus bewusst, dass Statistiken gelegentlich etwas an der Realität vorbeigehen – und nicht alle Unfälle passieren während der Nachtzeit. Aber selbst wenn nur ein Unfall mit Körperverletzung verhindert wird, hat sich diese Maßnahme bereits gelohnt. 

Laut Verkehrsunfallstatistik der PI Bitburg machen Wildunfälle jedes Jahr einen erheblichen Anteil des Unfallgeschehens aus. So wurden im Bereich der PI Bitburg im Jahr 2013 insgesamt 789 Wildunfälle registriert, was einem Anteil von 32,7 % entspricht. Bei diesen Unfällen wurden 4 Menschen schwer und 5 Menschen leicht verletzt.

Bei der PI Prüm wurden 567 Wildunfälle gemeldet (37,8 %).

Die Anzahl der Wildunfälle ohne Personenschaden dürfte u. E. nach noch höher liegen, da ja nicht alle Unfälle bei der Polizei gemeldet werden.

Die Kreisgruppe hat für ihre Mitglieder mit Hilfe einer Fördermaßnahme und mit Unterstützung des Eifelkreises Bitburg-Prüm den Grundstein für die Verbreitung von Wildwarnreflektoren im Eifelkreis Bitburg-Prüm gelegt und dadurch zusammen mit den Jagdausübungsberechtigten der beteiligten Reviere einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung von Wildunfällen geleistet. 

Nach umfangreichen Recherchen und eigenen Versuchen haben wir uns für einen blauen Halbkreisreflektor entschieden. Informationen zu diesem Reflektor finden Sie auch im Internet unter www.halbkreisreflektor.de.

Vor der Anbringung der Reflektoren ist es erforderlich, dass die Jagdausübungsberechtigten mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) einen (übrigens kostenlosen) Nutzungsvertrag für die betroffenen Streckenabschnitte abschließt.

Ansprechpartner für die Aktion Wildwarnreflektoren innerhalb der Kreisgruppe ist Karl Heinz Becker-Simon.

Tipps zum Thema Wildunfälle gibt der DJV: www.jagdverband.de/naturschutz/wildunfaelle



 Akustischer Wildretter


 

Gemeinsamer Tierschutz - Pilotprojekt "Akustischer Wildretter"

Die Kreisgruppe Bitburg-Prüm im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV), der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, Kreisverband Bitburg-Prüm, und der Maschinenring Bitburg-Prüm starten eine Allianz für mehr Tierschutz bei der Wiesenmahd. Ein regionales Pilotprojekt mit akustischen Wildrettern soll unzähligen Wildtieren das Leben retten.
 
In Kürze stehen die ersten Wiesenmahd-Termine an. Damit beginnt für junge Wildtiere eine gefährliche Zeit. „Brut- und Setzzeiten fallen vielfach mit den Ernteterminen zusammen“, erklärt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. „Während der Mahd können Rehkitze, junge Feldhasen, Kiebitze, Igel und andere Wildtiere, sie sich im hohen Gras verstecken, verletzt werden. Um solche Unfälle zukünftig besser verhindern zu können, haben wir dieses Pilotprojekt gestartet.“ Wie hoch die Verluste bei den Wildtieren sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Schätzungsweise sterben 20 bis 25 Prozent der geborenen Kitze den Mähtod. „Diese Tatsache macht nicht nur den Jägern große Sorgen“, betont Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. „Auch für uns Bauern steht der Tierschutz an erster Stelle. Mit den akustischen Wildrettern kommen wir diesem Anspruch aktiv nach.“ Der Mähtod von Wildtieren birgt auch für die Rinderhaltung Gefahren. Denn wenn Heu oder Silage, das als Futtermittel für Nutztiere eingesetzt wird, durch Tierkadaver kontaminiert ist, können Rinder durch dessen Aufnahme an der zum Teil tödlich verlaufenden Krankheit Botulismus erkranken. Der akustische Wildretter ist ein kleines Kästchen, das am Mähwerk oder am Schlepper angebracht wird. Der Wildretter beschallt die jeweils nächste Schnittbreite mit einem rund 120 dB lauten Sirenenton in unterschiedlicher Tonlage. „Der Schall soll die Wildtiere beunruhigen und zum Verlassen der Fläche bewegen“, beschreibt Werner Petry, Vorsitzender des Maschinenrings Bitburg-Prüm e.V., die Wirkung des Wildretters. „Wir konnten 20 landwirtschaftliche Betriebe im Eifelkreis Bitburg dafür gewinnen, sich an diesem Pilotprojekt zu beteiligen und den akustischen Wildretter auf seine Alltagstauglichkeit zu testen.“ Flankierend bleiben Vergrämungsmaßnahmen – wie etwa das Anmähen am Vorabend vor der Mahd durch den Landwirt, das Aufstellen von Flattertüten oder anderer Lärmquellen durch den Jäger und das Ablaufen der Mähflächen durch freiwillige Helfer und Jagdhunde – weiterhin wichtig. Zudem soll die Mähtechnik „von innen nach außen“ konsequent durchgeführt werden. So haben Wildtiere die Möglichkeit, die Mähfläche nach außen hin zu verlassen. Nach der Testphase werten die Initiatoren die Erfahrungen aus der Praxis aus. Sind die Ergebnisse des Einsatzes des akustischen Wildretters positiv, soll das Pilotprojekt mit dem Ziel ausgeweitet werden, möglichst alle landwirtschaftlichen Betriebe und Lohnunternehmen im Eifelkreis mit akustischen Wildrettern auszustatten.
 
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Photo 1: v.l.n.r.: Werner Petry, Vorsitzender des Maschinenrings Bitburg-Prüm e.V., Inge Kockelmann, Vorsitzende der Kreisgruppe Bitburg-Prüm im LJV, Kurt Alexander Michael, LJV-Präsident, Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V.
 
 
 

Mähtipps


 

Unter folgendem Link gibt es interessante Tipps zur Wildrettung beim Mähen:
 
 
 
 
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